e0.4 Die Namen der Buchstaben
Zum PDF bitte den Titel anklicken
Hier noch einmal mit großen Anfangsbuchstaben die Namen der Buchstaben. Diese Kapitalen werden im Schriftsatz nur noch für Eigennamen und eventuell für den Anfang eines Textes oder Absatzes gebraucht. Die zugehörigen diakritischen Zeichen werden dann übrigens vor die Kapitale geschrieben.
Die Namen der Buchstaben wie im Wesentlichen auch ihre Reihenfolge haben die Griechen von den Phöniziern übernommen, ausgenommen natürlich die Namen der von den Griechen hinzugefügten Buchstaben φῖ, χῖ, ψῖ und ὦ μέγα.
Die Bezeichnungen ὂ μικρόν „kleines, kurzes O“ und ὦ μέγα „großes, langes O“ stammen aus byzantinischer Zeit, ebenso wie ἒ ψιλόν „bloßes oder einfaches E“ (zur Unterscheidung vom Diphthong αι, der inzwischen ebenfalls „e“ ausgeprochen wurde), und ὖ ψιλόν (weil auch οι inzwischen wie „ü“ klang).
Ein Nachtrag noch zu den diakritischen Zeichen: Ein ι hinter einem langen Vokal wurde im Laufe der Sprachgeschichte verschluckt, aber dennoch (als Iota adscriptum) hinter die Kapitale geschrieben, wie z.B. in Ἅιδης "Hades", in der Minuskelschrift erscheint es (als Iota subscriptum) unter dem langen Vokal wie in ᾠδή "Lied, Ode".
Bitte übt das Schreiben! Geht‘s schon auswendig? Wir brauchen das fürs Nachschlagen im Lexikon.
Mehr zum Ausdrucken im PDF, das auch nach Anklicken des Titels erscheint.
Und weiter geht's in e0.5 mit der Übersicht zur Entwicklung des Alphabets.

